Volles Haus beim 3. F(r)eierabend Drucken
Dienstag, den 08. März 2016 um 11:44 Uhr

Auch die 3. Auflage des Filmabends von Wolfgang Freier und des BDFA-Saarland war wieder ein voller Erfolg und man fragt sich, wie es möglich ist, dass an einem Samstagabend im 600 Seelendorf Niedergailbach rund 200 Besucher in die Gemeinschaftshalle strömen. Die Antwort auf diese Frage gaben die Gäste, die ein hochkarätiges Filmprogramm ins Golddorf in der Biosphäre Bliesgau mitbrachten.


Der 1. Teil des Abends war einem der weltbesten Dokumentarfilmer gewidmet: Jan Kuska aus Liptovski in der Hohen Tatra in der Slowakei, der mit rund 1500km auch die weiteste Anreise hatte und vom Gastgeber Wolfgang Freier und dem Präsidenten des BDFA-Saarland Jürgen Baquet ganz besonders begrüßt wurde. Seine drei Dokumentarfilme „Schlittenrennen in Turecka“, „Hirte Milan gegen die Richtlinien der EU“ und „Schwerstarbeit in Uhlisko“ begeisterten die Besucher und gerade der letzte Film über die schwere und gefährliche Arbeit von Rückepferden in den verschneiten Wäldern der hohen Tatra ließ ein über das andere Mal den Besuchern den Atem stocken.


Danach bewies Ehrengast Jan Kuska, dass er es auch bei der Kategorie „Minutencup“ meisterlich versteht, Filme von nur 1 Minute Länge zu drehen. In dieser Kategorie war Jan Kuska dreimal hintereinander Sieger bei den Weltmeisterschaften und zeigte 7 Filmbeispiele, die die Zuschauer zu Riesenapplaus veranlassten. Im 2. Teil bewiesen dann 4 saarländische Nachwuchsautoren ihr filmisches Können und versetzten die Zuschauer in ungläubiges Erstaunen über die tollen Ideen, die die jungen Autoren in ihren Filmen umgesetzt hatten. Julia Velten, Siegerin des Kurzfilmwettbewerbes 2015, zeigte „Mein Saarland“, bei dem einmal nicht die allseits bekannten Sehenswürdigkeiten im Mittelpunkt standen.


Ebenfalls Sieger des Kurzfilmwettbewerbs 2015 war der erst 17 jährige Justin Irsch, der mit „Dehemm im Saarland“ zeigte, mit welchen „Pfunden“ das Saarland aufwarten kann. Den Abschluss bildeten zwei Spielfilme, der auch in diesem Jahr auf dem Max-Ophüls-Filmfestival zu sehen waren: „On the drive“ von Thomas Scherer ließ die Zuschauer bei einer Mitfahrgemeinschaft mit vielen überraschenden Einfällen teilhaben und Jörn Michaely, Jugendfilmpreisträger 2015, überzeugte mit seinem außergewöhnlichen, fast surrealistisch gestalteten Film „Omas Ding“ über die Einsamkeit einer alten Dame.


Ein sichtlich stolzer Landesvorsitzender gratulierte den 4 Nachwuchsautoren und bedankte sich mit einem kleinen Geschenk. Er war sich sicher, dass man von diesen Talenten sicherlich noch viel hören wird und versprach gleichzeitig, dass es auch im kommenden Jahr einen F(r)eierabend geben wird.


 

Unser Foto zeigt die Autoren des Abends Julia Velten, Thomas Scherer, Jörn Michaely und Justin Irsch (v.l.n.r.) zusammen mit Gastgeber Wolfgang Freier (1.v.l.) und Landesvorsitzender Jürgen Baquet (1.v.r.)

Foto: Georg Allmannsberger